Schauspiel

Schauspieltraining für professionelle Schauspieler:

– Standortbestimmung und Supervision der Entwicklung im schauspielerischen Sein

– Überprüfung des Instruments/Körper-Atem-Stimmanalysen im schauspielerischen Prozess

– Entdeckung/Weiterentwicklung des eigenen Potentials

Das Training ermöglicht den Schauspielern den Status Quo ihrer aktuellen Möglichkeiten und Herausforderungen zu überprüfen und ihre Spielweise mit neuen Arbeitsansätzen in einem geschützten Rahmen zu erproben und zu bereichern.

Einzelunterricht

Szenische Erarbeitung von Vorsprechrollen/Rollenvorbereitungen/Figurenentwicklungen

Stück-und Szenenanalysen/ Zuordnung der zu spielenden Figur in die dramatische Struktur im Sinne der Aktion.

Stimme/Atem/ Textarbeit

 

Training in Kleingruppen

Viele Trainingsziele können nur mit Spielpartnern erreicht werden.

Zur Zeit biete ich keine festen Trainingsgruppen an. Es gibt aber die Möglichkeit, sich mit einem oder mehreren Schauspielern zusammen zu schließen und gemeinsam zu trainieren. Das Training wird dann auf die gewünschten Ziele der Gruppe  zugeschnitten.

 

Kleiner Ausblick auf mögliche Trainingsinhalte:

Kontakt: Partnerübungen/ Begegnungsübungen. Der Partner als auslösendes Moment.

Projektionsfläche und Begegnung im Hier und Jetzt.

Szenische Arbeit: Improvisation als Grundlage der Szenenarbeit. Die Improvisation als Mittel zur Erforschung der logischen Entwicklung der Szene, ermöglicht eine Annäherung an die Situation und Aktion der zu spielenden Figur und seine folgerichtige Interaktion mit den anderen Figuren auf eine lebendige Art und Weise, ohne zu analysieren. Man lernt die Figur durch seine  Handlung / Aktion kennen. Improvisation ist der Versuch, die Situation so zu erleben wie die Figur. Wenn wir die Motivation der Aktion verstehen, können wir die Kette der psycho-physischen Aktion erkennen und glaubhaft darstellen.

Textarbeit: Wort ist nicht gleich Wort: Erforschung der persönlichen Wortwerte/Am Ende ist das Wort: Der Prozess der Mitteilung.

Innere und äußere Handlung: Viele gleichzeitige Handlungsschienen zu erkennen und zu verfolgen, ist eine der Multi-Tasking Fähigkeiten die uns ermöglicht einen komplexen Vorgang wahrhaftig zu spiegeln.

Angewandte Analyse: Dramatische Kräfte/ Strukturen erkennen und bedienen. Verstehen, erleben, dass man Teil einer Geschichte ist, die nur dann funktioniert, wenn man den richtigen Platz einnimmt.

Arbeit am Instrument: Entspannungsübungen/ Eindrucks- und Ausdrucksübungen / Konzentrationstraining/ Übungen mit dem emotionalen Gedächtnis/Reisen zur Erforschung der persönlichen Bibliothek/Das betroffene Ich/Private moment/

Sense memory und Anwendung in Improvisation und Rollenarbeit: Es ist weder möglich noch wünschenswert ein Gefühl darzustellen, aber es ist möglich den Prozess während des Spieles so zu organisieren, dass im Laufe des Vorganges das richtige Gefühl erweckt wird.

 

 

 

Schauspieltraining für Jugendliche

In einer Zeit, in der man sich die (eigene) Welt neu ordnet, in der man permanent entscheidet, wer oder was einem gefällt und wer oder was überhaupt nicht, macht Gruppenarbeit doppelten Sinn. Das Reflektieren über den Anderen ist eines der Zentralthemen der Schauspielerei überhaupt: Der Spiegel. Er funktioniert nicht nur beim Betrachten des Ergebnisses für den Zuschauer, sondern auch in der geschulten Beobachtung von Prozessen während des Trainings. Zusammenarbeit und Teamverständnis sind nur zwei der daraus entstehenden Themen. Das sich Suchen und Wahrnehmen über den Anderen und/oder über eine Rolle taucht in der Theaterarbeit immer auf. In einer Gruppierung von Jugendlichen hat dieses Thema eine besondere Bedeutung, da sie sich gerade im Aufbau ihrer eigenen sozialen “ Rolle “ befinden. Es wird im Unterricht beachtet, genutzt und dann an seinen Platz gewiesen. Ein Teil der Schauspielarbeit, von dem wir profitieren, ist die Vertiefung der Selbsterkenntnis, ein anderer die Profession.

Dies ist das Alter, wo sich eine Begabung zusammen mit einer wirklichen Entscheidung für die Sache zu einer Profession entwickeln kann. Alle Unterrichtsinhalte sind aus professionellen Schauspielübungen entstanden, die den Voraussetzungen Jugendlicher angeglichen sind. Der bewusste, auch intellektuell verstandene Einsatz des eigenen Instruments bekommt zunehmend größere Bedeutung. Alle Themen können auf einem angemessen hohen Bewusstseinsniveau angesprochen und trainiert werden, herausragend Stück- oder Szenenanalysen. Ziel ist das Bewusstsein, eine dramatische Struktur zu bedienen, gekoppelt mit dem Versuch, diese immer wieder neu und anders zu erleben. Hier stehen die älteren 16-18 jährigen Schüler einem erwachsenen Schauspieler oft in nichts nach. „Meiner Meinung nach befinden wir uns immer in einem Übergangszustand. Immer kommen wir gerade aus…und gehen gerade nach… dennoch gibt es einen sehr elementaren Wandel, wenn von uns gefordert wird, das wir ein anderes Ich- Verständnis bekommen und die Anforderung zu funktionieren eindeutiger wird. Die Arbeit mit Jugendlichen erfordert eine große Sensibilität und Flexibilität im Angebot der Themen und in der Struktur der Anforderung an den Schüler. Da dieser sich im Wandel befindet und das auch seine Aufgabe ist, muss man bereit sein, seine Arbeitsweise ständig anzupassen.“ (Bettina Dorn)

Schauspieltraining für Kinder

Die Grundlagen der Sinnesgedächtnisschulung von Stanislawski, auf die Bedürfnisse und (Konzentrations-) Möglichkeiten der Kinder zugeschnitten, ist ein Teil des Trainings. Alltägliches bewusst machen, – bewusst erleben, – damit wir es wiederholen, davon erzählen können.

Die Vorstellungskraft und ihre Beweglichkeit ist ein weiteres Thema. Kinder leiden meist nicht an einem Mangel an Vorstellungskraft. Im Gegenteil. Sie stellen sich etwas so genau vor, das sie ihren Mitspieler ständig korrigieren:„Nein, der….. macht das ganz anders als du, der macht das sooo!!“ Sich für sich selbst glaubhaft etwas vorstellen, warum man jetzt genau so handelt, und gleichzeitig dem Partner mit seiner anderen Vorstellung den Platz zu geben, eine Handlung auszuführen, die vielleicht das eigene Konzept völlig aus dem Ruder bringt; ist der Beginn des wirklichen Spiels. Dann beginnt das so genannte Here and Now. Haben die Kinder den Schlüssel entdeckt, das Angebotene, wie überraschend es auch sein mag, „für wahr“ zu nehmen und verstanden, dass auch ihr eigenes Angebot,was es auch sei, „für wahr“ genommen wird, entsteht ein neues Spiel. Kinder haben einen ungeheuren Spürsinn dafür, wenn etwas funktioniert. Es gibt nichts Schöneres für sie, als ein Spiel, das funktioniert. Dann haben sie Spaß! Das Erlebnis, vom Anderen bewegt zu werden und ihn zu bewegen, ist für sie dann eindeutig großartiger, als „nur“ die eigene Geschichte zu erzählen. Hier beginnt das Thema des Anderen, des Partners und Freiheit und Abhängigkeit vom Spielpartner. Dieses Thema wird wie viele andere in Spiel-Übungen mit den Kindern erarbeitet und trainiert:

Partnerübungen: Begegnungsübungen/ Rhythmusübungen.

Grundlagen zur szenischen Arbeit: Improvisation/ Innere und äußere Handlung

Dramatische Kräfte erleben – Die Struktur einer Geschichte ist fühlbar. In Improvisationen ausprobieren und erleben, dass man Teil einer Geschichte ist, die sich nur dann folgerichtig entwickelt, wenn der Rollen-Charakter seinen richtigen Platz einnimmt. „Der Diener macht den König“ oder wenn sich niemand vor der Hexe fürchtet, gibt es sie nicht.

Grundlagen zum Training des Instruments: Entspannungsübungen / Eindrucks- und Ausdrucksübungen/ Konzentrationstraining.

Alle Unterrichtsinhalte gleichen von der Zielsetzung professionellen Schauspielübungen, die dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder gemäß ausgearbeitet worden sind und entsprechend angeleitet werden.

„In meiner Arbeit mit Kindern im Schauspielbereich kristallisierte sich immer mehr heraus, dass auch kleine Kinder einen klar strukturierten Zugang zu dem Vorgang des Schauspiels brauchen. Ihre starke Vorstellungskraft und ihr selbstverständlicher Zugang zum Spiel bedarf einer Führung, die sie das, was wir Schauspieler „einen Sinn für Wahrheit“ nennen, erforschen lässt. Kinder sind keine Theoretiker. Sie müssen das Erwünschte erleben können, um es zu verstehen. Und sie sind Entdecker. Eine großartige Voraussetzung für einen Schauspieler.“ (Bettina Dorn)